Lüften

  • Falls keine Wohnungslüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung vorhanden ist, lüften Sie Ihre Räume im Winter maximal 5 Minuten bei weit geöffnetem Fenster (Stoßlüftung) alle 2 bis 3 Stunden. 
  • Lassen Sie die Fenster nicht ständig gekippt. Es genügt, die Fenster ganz aufzumachen und quer zu lüften und so einen Luftaustausch in der ganzen Wohnung herzustellen.
  • Durch richtiges Lüften vermeiden Sie Wärmeverluste und beugen zusätzlich einer Schimmelbildung vor.

Lüften im Passivhaus

Das Passivhaus zeichnet sich gerade durch eine einfache Betriebsführung aus: Sie können die Fenster jederzeit öffnen, Sie müssen aber nicht.

Der Einsatz einer Komfortlüftung sorgt für frische Luft rund um die Uhr – automatisch - und ist auch noch energieeffizient. Gerade im Winter wirkt sich das sehr positiv aus, denn in der kalten Jahreszeit wird aus Komfortgründen oft viel zu selten gelüftet. Mit Fensterlüftung allein und ohne Komforteinbußen ist der notwendige Luftaustausch kaum zu bewältigen.
Im Passivhaus ist unter anderem deshalb die Lüftungsanlage fester Bestandteil des Konzepts. 

  • Damit wird das „atmende" Gebäude erst möglich: Verbrauchte, feuchte Luft wird abgeführt, die Wärme der Luft wird aber über die Wärmerückgewinnung auf die frische Luft übertragen, was zu einer erheblicher Energieeinsparung und starkem Komfortgewinn beiträgt.
  • Auch bei  Allergikern punktet das Passivhaus! Das Passivhaus hilft auch Pollen-Allergikern, aber nur, wenn nicht parallel die Fenster geöffnet werden.  Auch wenn es um Atemwegsprobleme geht, ist das Passivhaus dank seiner kontrollierten Wohnraumlüftung und wesentlich geringeren Staubbelastung, im Vorteil. Durch die Filterung der Luft wird weniger Staub ins Haus transportiert als etwa bei Fensterlüftung.
  • Ein Passivhaus hat immer Wohlfühltemperatur, was vor allem an der guten Dämmung und der luftdichten Bauweise liegt: Die Dämmung sorgt dafür, dass die Oberfläche der Innenwände überall angenehm warm ist. Die luftdichte Bauweise verhindert unangenehme Zugluft und kalte Luft am Boden.
  • Haben sie es im Schlafzimmer gerne etwas kühler? Dann achten Sie einfach darauf, dass die Schlafzimmertüre weitgehend geschlossen bleibt, so bleibt es im Wohnzimmer dank interner Wärmegewinne kuschelig warm, im Schlafzimmer aber kann es kühler bleiben, weil die Wärmegewinne dort ausbleiben.

Individuelle Regulierung der Komfortlüftung

In jeder Wohnung besteht die Möglichkeit, die Lüftung individuell einzustellen. Der entsprechende Wohnungsregler hat eine 3-stufige Einstellung: MIN (Minimal), MAX (Maximal), COMF (Komfort). Durch Drücken der Taste gelangt man jeweils in die gewünschte Einstellung. Im Allgemeinen sollte die Stellung „COMF“ eingestellt sein; sie gewährleistet einen sinnvollen Luftwechsel und somit optimale Frischluftverhältnisse in den Wohnungen. Sollten Sie einmal die Wohnung längere Zeit nicht benutzen (z.B. Urlaubreise), so empfehlen wir die Stellung „MIN“; ebenso wenn Sie in der Übergangszeit oder im Sommer die Fenster geöffnet haben. Diese Stellung deckt einen Mindestfrischluftwechsel ab.

Sollte einmal vermehrt schlechte Luft in der Wohnung sein (z.B. nach einer Party, bei der viel geraucht wurde, nach einem Fondueessen, wenn am Herd die Milch übergelaufen ist, usw.) so sollte man die Stellung „MAX“ aktivieren; diese entspricht im Wesentlichen dem „Stoßlüften“ über die offenen Fenster.

Der Fettfilter im Abluftkasten in der Küche sollte alle 2 bis 3 Monate mit lauwarmem Wasser gereinigt werden. Nach der Reinigung gut abtropfen lassen. Eine Reinigung in der Geschirrspülmaschine ist auch möglich.