Objekt aus Lärchenholz
Kundl

Objekt aus Lärchenholz
Kundl

Das Siegerprojekt von Anna-Maria Bogner impliziert konzeptuell eine polymorphe Raumwahrnehmung. Die Künstlerin setzte sich intensiv mit den geografischen, historischen und lokalen Gegebenheiten des Riedmann-Areals auseinander und lädt das Objekt im interdependenten Vorgang mit den von ihr recherchierten Daten und Fakten energetisch auf. Diese Aufladung/Projektion findet sich zudem in der Konstruktion des Objekts. Als Material verwendet die Künstlerin vornehmlich Lärchenholz, welches sie vom örtlichen Sägewerk bezieht. Die einzelnen Teile des Objekts sind entsprechend ihren räumlichen und geschichtlichen Verankerungen axial ausgerichtet. Durch diese Ausrichtung erschließt sich dem Betrachter, je nach Blickwinkel, permanent ein neuer Raum bzw. eine polymorphe Raumwahrnehmung.

Gleichzeitig insistiert das Objekt auf eine soziale Interaktion, da es doch nur im Dialog mit dem Betrachter existieren kann.

Der Betrachter verändert bei jeder Interaktion mit dem Objekt den Raum während der Raum auf ihn wirkt. Ebenso wird dem Betrachter durch die reduzierte Konstruktion und die verschiedenen Blickwinkel ein imaginärer Raum erschlossen.

Für Anna-Maria Bogner steht ihr Projektkonzept symbolisch für die Geschichte und Entwicklung des Riedmann-Areals und soll versuchen die interdependente Verschränkung von Raumwahrnehmung, kognitiver Konstruktion von Raum und dessen Gestaltung erlebbar zu machen.

Kundl - Objekt aus Lärchenholz

Riedmann-Areal
6250 Kundl